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Alfred Eisenschink Nachweislich hat es in den vergangenen 1500 Jahren 83 noch wärmere Winter gegeben als den jetzigen von 2000 zu 2001. Kaum einer denkt darüber nach, viel glauben das gar nicht. Glauben und Nichtglauben(-Wollen) sind wesens-gleich, unterscheiden sich nur durch das Vorzeichen. Unsere Väter und Mütter haben völkisch einem Hitler geglaubt, was andere Völker hinterher nicht glauben wollten. Unsere Töchter glauben ebenso überschwenglich wie die Söhne an die Treibhauslüge. Daß daher allein wegen ihrer Kinder alles (!) für die Umwelt getan werden müsse, wollen sie nicht nur, sie fordern es; am liebsten von anderen. Aus ihren Kindern machen sie eine Fast-Food-Generation, deren spontane Wünsche jederzeit sekundenschnell zu befriedigen sind; gleichgültig, ob es sich um "Designer-Klamotten", um ein Handy, um Stunden vor dem Fernseher oder nur um einen Schluck aus der Zuckerwasserflasche handelt: Alles haben, alles mitmachen, nichts abwarten wollen, nichts entbehren, nichts erleiden; von klein auf nicht einmal fünf Minuten Durst! Weltweit läuft seit Jahrzehnten der Trend zu ausgeprägtem Individual-Egoismus. Alle Medien unterstützen diesen Trend, weil nur eine gesteigerte Konsumbereitschaft alle Chancen für Umsatz und Gewinn aufrecht erhält. Dabei bestimmen die Chefredaktionen der Medien ohne Fach-kompetenz was verkündet und geglaubt werden muß. Selbsternannte Experten dürfen ungeprüfte, durch nichts belegte Meinungen als wissenschaftliche Ergebnisse verbreiten, und ungestört jede Art von Folgerungen daraus von allen fordern. ![]() Und alles wird kritiklos geglaubt. Liegt es daran daß die Völker des Abendlandes seit jeher zum "Glauben" erzogen, wenn nicht sogar gezwungen wurden? Eher nicht, denn die angeborene Glaubensbereitschaft setzt keine übergeordnete Macht voraus. Der Mensch ist nur in der Gruppe lebensfähig, und übernimmt und befolgt die Ideen derjenigen Gruppe, der er sich jeweils selbst zuordnet. Über die Kennzeichen nach außen und über Ziele und Verhalten, die das Gedeihen der Gruppe sichern und erhalten, entscheidet eine Art Gruppengeist sehr emotional. Die Mitglieder der Gruppe ordnen sich laienhaft ein, riskieren andernfalls den Ausschluß. Vernünftiges, auf naturgesetzlich-physikalische Erkenntnis fußendes Handeln gegen den Strom der eingeübten oder propagierten Verhaltensmuster der Massen etwa, führt zum Ausschluß und zur Verachtung. Davor schrecken selbst angeblich ausgeprägte Individualisten instinktiv zurück. Ein weiterer Grund zum Festhalten an üblichen Verhaltensmustern ist die Angst vor Veränderungen. Etwas nicht zu glauben, nicht wissen zu wollen, schützt vor der Folge, aus Einsicht oder Verantwortlichkeit, anders als gewohnt, oder anders als die anderen handeln zu sollen, vielleicht sogar vor sich selbst zu müssen. Insofern ist Wissen nicht gefragt. Seit 1968 modisch gewordenes "Hinterfragen" hat seine Ursache nicht im Bestreben eigenes Wissen auszuweiten. Die meisten hartnäckig immer wieder gestellten Fragen dienen lediglich zur Begründung der Ablehnung. Dieser Hintergrund verrät sich durch die Art der Fragen, die sich nicht, wie an anderer Stelle dargelegt, am nächsten gemäßen Schritt auf ein Ziel hin richten, sondern vermeintlich Grundsätzliches oder auch Spezielles, je nachdem, erschließen wollen. Carl Friedrich von Weizsäcker hatte jahrelang mit vernünftigen Argumenten und aus Sorge um leicht ausdenkbare Kurzschlußhandlungen damaliger Machtideologen zum Nachdenken über die Gefahren eines Atomkriegs gewarnt. Als durch einen anderen Lauf der Geschichte ein Atomkrieg als scheinbar überwunden galt, räumte v. Weizsäcker in anerkennenswerter Weise einen Irrtum ein. Er hatte wenig erreicht, weil er aus eigener Denkfähigkeit auf die anderer verant-wortungsbewußter Zeitgenossen schloß. Er wollte den Weltfrieden auf der Basis des Wissens um die Gefahr, das heißt aus Vernunft herbeiführen. Das konnte nicht gehen. Seit v. Weizsäcker das kommende "Solarzeitalter" verkündet, glauben ihm die Leute; nicht nur in der eigenen Familie. Es fällt offenbar leicht zu glauben, daß die Sonne in den nächsten Jahren anders scheint als in den vergangenen 5 Milliarden Jahren und auch noch extra stark auf Kollektoren. Schließlich macht die Sonne das ja auch noch gratis. Die Scheinlogik eines sogenannten Handlungsbedarfs gegen die Treibhausgase, die Klima-erwärmung, für die Umwelt und zur Ersparnis von Energie und Rohstoffen macht jeglichen Hinweis auf die Unvernunft oder die Unwahrheit der Argumente hinfällig. Der Glaubensgehorsam der Masse gibt nicht nur den Werbestrategen, den Marktbeherrschern und Profitmaximierern Raum, er unterstützt die Beamten der Minsterialbürokratie, und fördert alle Art von Regulierungen im angeblichen Interesse der Verbraucher. Welch massives und gewalttätiges Einschränken menschlicher Entwicklungsmöglichkeiten damit verbunden ist, will niemand wissen oder gar wahrhaben. Wissen ist nicht gefragt. Der medienorientierte Basta-Aktionsmus unserer augenblicklichen politischen Spitzen beweist die Abneigung gegen kompetentes Wissen. Es gab Warner vor der Gefahr des BSE und es gibt Warner vor den Folgen einer falschen Energie(spar)politik. Alles für die Katz! Unsere Regierung handelt nach Tagesbedarf, beruft sich auf mehrheitsgestützte Beschlüsse der Minderheit, die das Kabinett letztlich bedeutet. Was kann denn schon passieren? Dem einzelnen Kabinettsmitglied nichts, was seine individuelle Existenz gefährdet. Das Volksvermögen, die Volksgesundheit, die durch luftdichte Häuser, durch schimmelfördernde Dämmerei und durch unökoligisches Fördern unökonomischer Technik vorhersehbar gefährdet werden, hängen zu hoch gegenüber der immer wieder beschworenen Notwendigkeit, "endlich anzufangen", notfalls im globalen Alleingang. Das ist kein Zeichen von Entschlußkraft, sonder eher von Machtbesessenheit. Es kann nicht sein, daß gewählte Volksvertreter, noch dazu in Regierungsverantwortung, nicht wissen auf welcher Basis unser Rechtsstaat steht. Das Wohl des Volkes nimmt die erste Stelle ein, und daß Schaden von ihm fern gehalten werde die zweite. Alle Vorschriften, die dem Volk Schaden zufügen sind von vornherein unrechtmäßig, verfassungs- und gesetzwidrig. Doch dies ficht wackere Politiker nicht an: soll "Karlsruhe" entscheiden! Wir haben nach dem damaligen Kenntnisstand gehandelt. In wohlüberlegter Selbstbeschränkung der Kenntnisbereitschaft, müßte man entgegenhalten. Nicht nur in der Politik betätigen sich gewerbsmäßige Nichts-wissen-Woller. Da erdreistet sich ein "Naturschutzbund" (Nabu) aus Bonn, dem Chef der EXXONmobil, Lee R. Raymond einen "Dinosaurier des Jahres" anzudienen, weil der ehemalige Chemie-Ingenieur immer noch Öl und Gas fördere. Was der Mann preisgibt, interessiert die Aktionisten nicht: "Wir haben 1 Milliarde Dollar investiert, um erneuerbare Energien zu erforschen und sind zum Schluß gekommen, daß das ökonomisch nicht zu rechtfertigen ist". Nicht zu rechtfertigen heißt aus dem Mund des Chefs eines weltweit tätigen Konzerns, der besser um die Endlichkeit der fossilen Energien weiß, als alle anderen zusammen, und der intensiv nach Chancen sucht, im Energiegeschäft zu bleiben, daß der Aufwand größer ist als der Nutzen, und weltweit nichts zu gewinnen ist mit den bislang bekannten erneuerbaren Energien. Anstatt das Wissen solcher Menschen zu nutzen, werden sie verhöhnt. Wohin führt die falsche Energiesparpolitik? Was sagt der Fastfood-Nachwuchs in 20 oder 50 Jahren, wenn alles verbraucht sein wird, was heute noch gespart werden könnte? Ist die Antwort auf diese Fragen irgend jemandem wirklich wichtig? Nein, denn sie erübrigt sich. Es gibt keine Umkehr aus Vernunft, weder bei der denkunfähigen Masse, noch bei den Spitzen. Gorbatschow hatte es mit Glasnost und Perestroika versucht. Das Ergebnis ist bekannt. Die massen-psychologische Erfahrung wurde dadurch abermals bestätigt, wonach eine Änderung geistiger Ausrichtung großer Massen, wie der kommunistischen Sowjetunion, von oben, das heißt von der Spitze her zum Zerfall des Systems führen muß. Sofern die Glaubensbereitschaft oder der Gehorsam der Mitglieder einer ideell ausgerichteten Gruppe überfordert werden, kommt es erst zum Abfall vom Glauben einzelner, dann vieler. Die Einsamkeit, in der die Abgefallenen dadurch geraten, macht sie empfänglich für einen Anschluß an Gruppen mit neuen Ideen. Kommt es dabei zu einem auffälligen Wachstum dieser neuen Gruppen, beschleunigt sich der Zerfall alter Gruppen mit verbrauchten Ideen. Diese beschleunigten Änderungen kennen wir unter dem Begriff "Revolution". Die jünger Geschichte hat uns gezeigt, daß Revolutionen durchaus friedlich und unblutig verlaufen können. Und daraus entwickelt sich eine Vision, die hoffen läßt. Im gleichen Ausmaß, in dem die Glaubwürdigkeit von Regierungen schwindet, wächst im Volk der Wunsch nach Änderung. Schäden an der Volksgesundheit durch Aids, BSE, Leukämie, durch Asthma und Allergien, Vermögensverluste durch verordnetes ideologisches Bauen, durch einen Rentenausfall, die Erkenntnis verfehlter Energiepolitik, die Kosten vervielfacht und nichts einspart, die unübersehbaren Rückschläge für ungezählte Existenzen nach Wegfall ungerechtfertigter Subventionen, all dies kann in naher Zukunft selbst heute noch verwöhnte Generationen mobilisieren. Ein ähnlich starker Ausruf wie damals noch hinter der Mauer (Wir sind das Volk!) kann einen evolutionären Aufbruch zur Umkehr einleiten. Der dann folgende Umschwung wird in der Tat einen Schritt geistiger Evolution der Menschheit bedeuten. Das Hoffen darauf wiegt die insgeheime Angst vor einem bevorstehenden Untergang der Menschheit auf. Also hoffen wir. Das einzig Beständige in der Natur ist und bleibt der Wechsel. Die Warmzeiten nach den Eiszeiten, der Regen nach jeder Dürre, das Auftauchen und Verschwinden vieler Spezies. Keine Angst, so schnell wird es mit der Menschheit nicht zu Ende gehen. Wahrscheinlich werden aus 10 Milliarden Weltbevölkerung keine 20 mehr. Vielleicht erhält sich eine Milliarde überlebensfähig. Wie der Schwund zustande kommen wird, kann offen bleiben. Zu wünschen ist für den neuen Anfang hoffentlich klüger gewordenen Menschen, daß sie sich als Freunde, nicht als Gegner betrachten, Lebensräume und Freiheit gegenseitig achten, und darauf eine Ethik aufbauen, mit wenig Gesetzen, und ohne Verordnungen, die geistige und materielle Entwicklung aus Unverstand einschränken. Das wäre für die Menschheit dann der GAG, der größte ausdenkbare Glücksfall. Die Aktualität einiger Aussagen hoher Politiker und Prominenter,läßt mich vermuten, der befreiende Spruch könnte lauten:
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