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Satte Gewinne mit Verlusten?
Alfred Eisenschink Die Steuersparspielchen mit Verlustzuweisungen sind hier nicht gemeint. Es geht um Verluste, die Ihnen weisgemacht werden, obwohl es sie gar nicht gibt, die Sie dennoch vermeiden müssen, so sagt man Ihnen, mit viel Geld, durch dessen Ausgabe Sie nichts, die Verlusterfinder aber einiges gewinnen.Von Ihrem Heizkessel im Keller führen Rohrleitungen zu den Heizkörpern. Steigleitungen verlegte die Branche früher in Außenwänden, seit fast 20 Jahren aber in Rohrschächten im Innern der Häuser. Heizkörperanschlüsse kommen kaum noch aus der Wand, mittlerweile fast immer aus dem Boden. In der Wärmeschutzverordnung von 1987 und erst recht von 1995 und in der Heizanlagenverordnung wird zum Schutz vor Wärmeverlusten dieser Heizleitungen innerhalb Ihres Hauses eine Wärmedämmung angeordnet. Vorschriftsmäßig gedämmt werden aus zwei Zentimeter dicken Rohren zehn Zentimeter dicke Schläuche. Das ist der erste sichtbare Teil des Geschäfts mit Verlusten. ![]() Nun wird Ihnen weiter in allen verfügbaren Medien immer wieder erklärt, daß diese Verluste gewaltig verringert werden können durch niedrige Betriebstemperaturen der Heizanlage. Was die Heizungsleute da früher veranstalteten mit Vorlauf Temperaturen von 90 Grad Celsius, war ja die reinste Energieverschwendung. "Vorlauf" nennen die Heizerer das Rohr, das aus dem Heizkessel heraus zu den Heizkörpern führt. Umweltbewußtes Energiesparen erfordert daher die Vorlauftemperatur bei nur 40, höchstens 50 °C zu halten. Klingt vernünftig, oder etwa nicht? Klingt nur, stimmt aber nicht. Überhaupt nicht! 1. Fehler: Die Heizleitungen im Haus verlieren Energie. Der erklärte Zweck einer Zentralheizung ist, das jeweilige Haus zu heizen. Erfüllt ist dieser Zweck, wenn alle Speichermassen, das sind Wände und Decken, Möbel und alles was in einem Haus an Leblosem herumsteht, auf die Beharrungstemperatur erwärmt ist. Ob die dafür nötige Wärme nur von Heizkörpern kommt, oder auch von Rohrleitungen dorthin, spielt überhaupt keine Rolle. Alles zusammen ist Heizwärme, nichts ist "Verlust". 2. Fehler: Nur die Wärme von Heizkörpern ist kontrollierte Wärmeabgabe. Nicht gedämmte Rohrleitungen führen zu ungleichmäßiger und unerwünschter Erwärmung der Räume.
3. Fehler: Mit niedrigeren Betriebstemperaturen verbrauchen Zentralheizungen weniger Energie als mit höheren Fakten: Der Wärmebedarf eines Hauses ist eine Hauskenngröße, die sich nicht mit der Betriebstemperatur der Heizanlage verändert. Und die Betriebstemperatur verändert auch nicht die Verluste, wohl aber das Ausmaß der installierten Leistung. Bei Heizwassertemperaturen von 50°C ist die doppelte Heizkörpergröße erforderlich gegenüber rechnerischen 90°C. Folgen: Mit der Verlustlüge werden Sie zu doppelter Ausgabe für Heizkörper gebracht. Das ist der Hintergrund. Alte Heizanlagen waren zwar theoretisch für 90°C ausgelegt, praktisch aber zu allen Zeiten derart überdimensioniert, daß diese höheren Vorlauftemperaturen nie gefahren werden mußten. Das Überdimensionieren, und nichts anderes bedeutet das Postulat niedriger Betriebstemperaturen, schränkt die Regelbarkeit der Systeme entscheidend ein. Bei 30°C Heizwassertemperatur beginnt ein spürbarer Heizeffekt (von Fußbodenheizungen ist hier nicht die Rede). Wird die Vorlauftemperatur auf 50°C begrenzt, stehen 20 Grad Regelbandbreite verfügbar. Die Außentemperatur schwankt in der Heizperiode von plus 12°C bis minus 18°C, also um 30 Grad. Diese können mit 20 Grad am Heizkessel nicht bedient werden. Ein Grad Außentemperatur würde nur (20:30=) 0,6 Grad Veränderung der Vorlauftemperatur erfordern. So genau arbeiten die besten Regler nicht. Bei maximal 90°C bleiben 60 Grad Regelbandbreite, das heißt (60:30=) 2 Grad am Kessel für ein Grad Außentemperatur, und das entspricht der Genauigkeit empfindlichster Regler. Da funktioniert die Technik. Das war Rechentheorie für Besserwisser. Für Sie als Hausbesitzer oder Bauherrn bleibt nur wichtig zu wissen, daß Sie geschröpft werden. "Erhöhte Wertschöpfung" nennen das die Profitmanager der Heizungsbranche und legen gleich noch einiges drauf. Für die niedrigen, ach so vorteilhaften Betriebstemperaturen sind teuere Brennwertkessel nötig, und dafür spezielle Schornsteine. Verstehen Sie nun, was sich mit der kleinen Niedertemperaturmasche für große Geschäfte machen lassen? Wir sind nicht gegen Geschäft, leben selbst davon, aber Geschäftemacherei zum Schaden unserer Kunden gibt es bei san cal nicht. Außerdem sehen wir da noch eine Verantwortung für unsere Umwelt, und gegen unnützen Verbrauch von Rohstoffen und Energie. Deshalb legen wir die san cal Systeme für praxisgerechte, materialsparende Betriebstemperaturen aus. Bei grimmiger Kälte kann die Kesseltemperatur vom Regler ohne weiteres für Stunden oder Tage auf 80 bis 85°C steigen. Das merken Sie nicht, das schadet nicht, sondern es wirkt sich gut für Ihren Geldbeutel aus. Sie können sich darauf verlassen. |
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