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Staatliches Förderprogramm für Holzeizer und städtisches Holzheizverbot !
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Staatliches Förderprogramm für Holzheizer
und städtisches Holzheizverbot ! Alfred Eisenschink Der bayerische Landwirtschaftsminister Josef Miller hatte noch kurz ehe ihn die deutschen BSE-Probleme zu beschäftigen begannen, verkündet, er wolle "Förderungswege für die thermische Verwertung von Holz bis zu 30 Prozent schaffen". Soll heißen: Zuschuß für Holzheizer. Weil Miller CSU-Minister ist, braucht er nicht zu wissen, daß der SPD-Oberbürgermeister Christian Ude wenige Monate vorher in einer Brennstoffverordnung "die Verfeuerung fester Brennstoffe (Holz, Braunkohlenbriketts) zum Schutz vor Luftverunreinigung in Wohngebieten generell verboten hat". Ude muß wiederum nicht wissen, daß nicht das Holzheizen in Einzelfeuerstätten an sich, sondern, wie meinen Lesern allgemein längst bekannt, nur die Rostfeuerungen unsere Luft verschmutzen. Die Verordnungen entwerfenden Referenten wollen wiederum nichts wissen, sondern den Verkauf kommunaler Fern- und Gaswärme fördern, auch wenn alle möglichen Versuche, Brennstoffverbote zu erlassen, bisher von allen möglichen Gerichten untersagt oder aufgehoben wurden. Welchen Spitzenpolitiker interessieren schon Fakten, solange er mit "Äktschn" aufwarten kann? Zu den Fakten gehört bei den Kleinfeuerstätten, daß sie mit Holz in der feuerrostlosen Grundfeuerung die Luft sauber und den Öl- Gas- oder Fernwärmeverbrauch niedrig halten können. Beides liegt unmittelbar dem Bürger am Herzen. Weil der Bürger aber nicht Holz heizen darf, fault das Holz in unseren Wäldern. Faulender Wald macht Wärme, trägt zur Erderwärmung bei, setzt gebundenes CO2 wieder frei, erzählte man uns als Randbemerkung zur jüngsten Klima-Konferenz, und daher sei Aufforstung kein Ersatz für CO2-Reduktion. Wie man Brennholz gewinnbringend zum Verbraucher und in dessen Ofen bringen kann, will hierzulande der Brennstoffhandel nicht wissen. Abgelagert, luftig abgepackt und vielleicht noch mit Zustelldienst, habe ich mehrfach vorgeschlagen, werde damit aber ausgelacht. Junge Existenzgründer mit doppelter Staatsbürgerschaft werden solchen Service eines Tages mit dem Pizza-Dienst koppeln. Der "Waldbesitz" wird die Zuschüsse abwarten. Wenn der Herr Minister schon aufgebläht von "Energieholz" und "Holzenergie" spricht, wird er sich entsprechend energisch für die Fördermittel einsetzen. Doch was will er fördern? Holz in Großkraftwerken geht nicht. Wenn es je gegangen wäre, gäbe es diese Feuertechnik schon längst. Bei "Biomasseheizwerken", sprich Hackschnitzel-Heizanlagen, sei man staatlicherseits zurückhaltender geworden, meint auch der Herr Minister, da es problematisch sei, diese wirtschaftlich zu gestalten. Richtig! Darüber habe ich öfter berichtet. Zentralheizungskessel mit Holzfeuerung werden schon gefördert, obwohl das keinen Sinn macht. Schließlich ist im Kleinstkessel der Holzabbrand noch weniger technisch zu beherrschen als in industriellen Großkesseln. In den Kleinkesseln, angefangen von Josef Strebels Gußgliederkessel aus dem Jahr 1893 bis zu den letzten Exemplaren der letzten Jahrzehnte hat die Feuertechnik weder für Koks, noch für Kohle oder Holz nach heutigen Ansichten über Luftbelastung durch Schadstoffe funktioniert. In den Prospekten neuer Holzheizkessel werden Prüfstandsberichte gedruckt, die zahlenmäßig keine Wünsche offen lassen. Aber die Heizkeller alter und neuer Bauart sind nun einmal keine Prüfstände und zentralheizende Hausherrn sind auch keine mit allen Wassern gewaschene Prüfstandstechniker, die Normholz von 5 mal 5 mal 30 Zentimeter elektronisch überwacht verbrennen. Das macht den Unterschied in der Praxis. Da unterscheidet sich jedes Scheit von jedem und jeder Ast ist anders. Dagegen helfen keine Lambdasonden und auch kein noch so starker Glaube. Was bleibt also, um "Holzenergie und Reststoffe vor allem für die Wärmeerzeugung nutzen zu können", wie der Herr Minister meint? Kleinfeuerungen bleiben dafür übrig und nichts anderes. Weil Kleinvieh auch viel Mist macht, kann mit vielen Kleinfeuerungen das zu viele in den Wäldern noch faulende Holz viel Wärme bringen und viele andere Energien ersetzen. Das schreibe ich nicht, um den Absatz meiner Öfen zu fördern, wie mir gewerbsmäßige Ofenverbieter unterstellen könnten. Nein, Öfen stelle ich überhaupt nur her, weil mich meine Zentralheizkunden nach 1972 dazu gedrängt hatten. Vom richtigen Heizen hatte ich geschrieben und von der Strahlenwärme des guten alten Kachelofens, den es aber damals schon fast nicht mehr gab. Ein Pullacher Kunde bestellte zwei Öfen, von denen er aus meinen Schilderungen wußte. Ich sagte, ich hätte keine Öfen. Dann bauen Sie mir eben zwei! Das war an einem Montag anfangs April. Am Mittwoch darauf rief mich ein Hamburger Journalist an und sagte, wenn im August einer "meiner Öfen" steht, von denen auch er von mir wußte, und er das Feuer im Ofen und den Ofen in einer Stube fotografieren könne, schriebe er im Oktoberheft darüber zwei Seiten in seiner Zeitschrift. Ich sagte, ich hätte gar keine Öfen. Selbstverständlich besann ich mich. Das erste Feuer brannte im ersten neuen Ofen im August. Und bis Ende des Jahres stand die "Ofenabteilung". Ein Jahr später gewann der Ofen den "Bundespreis Gut Form 80-81" und seither ungezählte Freunde. Inzwischen stehen die Öfen in Kanada, Irland, Schweden, Spanien, Italien, Frankreich, Österreich und Deutschland. Technisch und formal unverändert! Außer dem Grundfeuer und der natürlichen Strahlenwärme verleiht ihm das echte Steinbackfach den besonders hohen Gebrauchswert. Mit dem eindringlichen Hinweis auf die wirklich schadstofffreien Abbrand des Holzes im Grundfeuer, helfe und fördere ich alle Hersteller richtiger Holzöfen. Die klügsten darunter verkaufen mit meinen Texten, einige schreiben sogar heftig ab. Macht nichts, weil es der guten Sache dient. Und der guten Sache wäre auch dienlich, wenn sich manche Politiker an den Schaltstellen mehr auf Fakten und weniger auf Phrasen einließen. Wir brauchen keine Vorschriften, sondern Einsichten, die uns und denen, die nach uns kommen mehr Aussichten eröffnen. Die Bürger wollen gesund leben (dürfen), richtig heizen (dürfen), sparen (dürfen), wo sie wollen und können. Dazu muß man den Bürgern Freiheit lassen, Schornsteine in Häusern und Wohnungen empfehlen, und hinnehmen, daß mit vielen kleinen Holzöfen am Ende nicht nur viel Heizöl, sondern auch viel kommunale Gas- und Fernwärme eingespart wird. Verehrte Leser, liebe Freunde, bestehen Sie auf persönlicher Freiheit, schreiben Sie aktionistischen Politikern Ihre Meinung, ohne Rücksicht auf deren Rang, und bestehen Sie auf ihrem Recht, als verantwortungsbewußter, denkselbständiger Staatsbürger, nicht nach Meinung gewinnsüchtiger Lobbyisten, sondern nach gesichertem Wissen Energie zu sparen und die Umwelt zu entlasten. Danke! |
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